Montag, April 17, 2006

Anmerkung zum Google-Grid

Also der "Google takes earth"-Film geistern schon seit einem halbem Jahr durch die Blogospäre.

Meine Meinung: Wahrheit! Ob nun 2015, 2010 oder 2030 ist egal. Es geht um die Sache an sich. Wenn die Worte "Personalisierte Suche, Froogle und A9.com" alleine höre wird mir ganz anders. Auf der einen Seite, auf der anderen wiederum: Hey warum nicht. Hast du Internet, bis du in einem Forum aktiv, hast du eine eigene Homepage mit Impressum, dann ist es eh egal. Deine Daten hast du schon in die Cyberwelt geschmissen. Und einmal drinne, kriegste die nie wieder raus --> archive.org!

Google hat einfach gesehen das Informationen nicht mehr lokal sondern global verfügbar seien sollen (müssen?) und das jeder seine Infos, Nachrichten, what ever nur auf sich zugeschnitten haben soll. Ich finde das falsch. Es schadet nicht über den Tellerand hinaus zu blicken und zu sehen was es sonst noch außer meiner eigenen kleinen lokalen Welt gibt.

Nun die nächste Stufe wird das GoogleOS sein wo alle dienste (mail, search,blogger,grid,amazon,etc.) enthalten sein werden. Die ersten Hardware Lieferanten stehen mit google bereits in Verhandlungen. Dann wird es im blöd Markt irgendwann mal heißen:

Hier ihr neuer Google Rechner, die Kaffeemaschiene die sich gestern bei Amazon angeschaut haben, steht bereits an der Kasse, die neusten DVD ihren Vorlieben nach ebenfalls. Auch ja bevor ich es vergesse, ihre neuen Lieblingspornos haben wir bereits auf dem Rechner gespielt und versteckt, das ihre Frau von ihrer Affäre nichts mitbekommt ... drehte sich um und Kunde Karl stand fassunglos an der Kasse und man sagte ihm: danke wir haben bereits von Ihrem Konto abgebucht, einen blog-Eintrag erstellt und für sie die die Ware per GoogleTrans verschickt ...

Schöne, heile, tolle bunte, neue Welt?

3 Comments:

Blogger zarniw00p said...

Aber sind solche Dienste wie Digg.com oder http://popurls.com/ nicht eine natürliche Weiterentwicklung nachdem wir uns seit mehreren Jahren mit Bannern und Spam herumärgern mussten?

Das anonyme Web "irgendwo da draussen" ist vorbei, use the new Force, Luke.

Die Entwicklung der Mashups muss man nicht negativ sondern positiv sehen, denn man erhält echten Mehrwert durch die Verknüpfung von Wissen.

17/4/06 17:37  
Blogger northalphacentauri said...

Ja, ich sag ja nicht das das alles schlecht ist nur es ist zZ nicht "händel"-bar imho. erstmal ist der großteil nur auf englisch verfügbar, was jetzt nicht besonders schlimm ist, aber ich möchte dann auch mal die deutsche entwicklung dieser Sachen sehen und testen.

Sicher Blogs und Info-Dienste sind eins, meine Kritik bezieht sich dann aber auch auf andere Sachen. Die Frage die sich da dann aufwirft ist:

(bleiben wir beim Beispiel Nachrichten)
Wo soll es hingehen. Ist jeder sein eigener Journalist, wo jeder seine eigene persönliche Sichtweise zu jedem nur erdenklichen Thema in die Welt schreibt, bloggt, tagged, digged, ach was weiß ich, alles macht? Wo bleibt Objektivität, Erfahrung und fundierte Berichterstattung? Ich befürchte das das so enden wird wie Michael Moores "9/11" oder "Bowling for Columbine". Zwar zum Thema und durchaus gut gemientaber trifft nicht ganz den Punkt und wird an der (vieleicht entscheidenen Stelle) subjektiv, voreingenommen oder gar parteiisch?

17/4/06 20:20  
Blogger zarniw00p said...

Da muss man dann klar den Unterschied zwischen Blogger und Journalisten sehen. Blogger geben ihre persönliche, subjektive Meinung kund. Sie kriegen dafür kein Geld, höchsten Anerkennung oder auch mal eine Abmahnung. Journalisten erhalten ein Gehalt. Ihre Aufgabe ist es Sachverhalte fundiert und objektiv zu berichten und zu hinterfragen. Aufdecken, verbreiten, zerreden, wiederkäuen und "durchs-bloggersdorf-treiben" ist eher bloggerscher Natur. IMHO. Du musst ja auch nicht alles glauben was in Blogs steht. Du musst aber auch nicht alles glauben was im Spiegel steht. Aber zum Glück gibt es in Deutschland die Möglichkeit seine Meinung frei zu äußern, zu diskutieren und zu veröffentlichen. Klar, die Anzahl an Informationen nehmen zu und die Aufgabe besteht darin die "wichtigen" Informationen von den "unwichtigen" zu trennen. Verdammtes 24/7. Die aktuellen technisches Möglichkeiten (wenn man sie denn beherscht) helfen einem dabei ungemein. Und Anonymität im Internet wird früher oder später auch vorbei sein. (Siehe aktueller Heise Newsticker und Spreeblick Blogpost). Das ist ungewohnt, vor allem da "wir" es gelernt haben das Internet anonym und alleine vor dem Browser, höchstens mit ein paar IRC'lern deren echten Namen wir nicht kennen, zu nutzen. Wir müssen uns quasi diesem neuen Web 2.0, mit Realname statt nick, Blog statt 24/7 Bouncer und Del.icio.us statt Strg+D erst anpassen. Just my 2 Cents.

18/4/06 18:23  

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