Donnerstag, März 23, 2006

Filmtagebuch 2006: #4 Lord of War

.: Inhalt .:
(by filmz.de)

Der Handel mit Waffen ist ein dreckiges aber lukratives Geschäft. Und Yuri Orlov (NICOLAS CAGE) ist darin der Beste. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Stadtteil Little Odessa steigt er gemeinsam mit seinem Bruder Vitali (JARED LETO) nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum mächtigsten Waffenschieber der Welt auf. Unmenschliche Diktatoren und legitime Staatsoberhäupter - Yuri versorgt sie alle. Partei ergreift er nicht, solange die Kasse stimmt.

Da heftet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere der Interpol-Agent Jack Valentine (ETHAN HAWKE) an seine Fersen, und Ehefrau Ava (BRIDGET MOYNAHAN) stellt ihn vor ein Ultimatum. Yuri will sich für die Familie entscheiden, doch seine Kunden sind ihm unangenehm treu ...

.: Kritik :.


Es tut mir leid, aber ich muss heute eine wirkliche Lobhudellei raushauen.

Junge Junge Junge, was für ein Film. RESPEKT. Grandiose Leistung Herr Cage. Der Film begeisterte mich von Anfang an. Es wurde nie langweilig, langatmig oder gar uninteressant. Nach dem spektakulären Opening (genial!) erzählt der Film die Geschichte Yuris mit einer Wucht an Bildern und emotioanler Tiefe das einem sich manchmal die Nackenhaare sträuben. Aber dann? Was passiert dann? Dann holt Cage den Clown raus und schafft eine Athmosphäre die komischer/skurieller nicht sein könnte. Man sieht tote Menschen, blutende Körper und man muss schmunzeln über die Aussagen und Taten Yuris. Dann wieder der totale Gegenteil und Yuris muss mit sich selbst kämpfen nicht die Nerven oder die Kontrolle zu verlieren. Die Drogenpassagen sind meines erachtens gut umgesetzt und aus dem Off sehr genial beschrieben. Gerade die Kommentare aus dem off und die Gedaanken Yuris sind genialst. Die Aufnahmen die brilliant in Szene gesetzt wurden, wurden durch einen nahezu perfekten Score und OST unterstützt. Ethan Hawk spielt so gut den Interpol Agenten das er wohl der bessere Bond hätte werden können. Eine rechtschaffenden aber durch internationale Bürokratie gehemmter Prinzipien gesteuerter Vollprofi. Er übertritt das Gesetz nicht. Er macht alles richtig, doch trotzdem kommt er nicht weiter. Die Anspielungen auf die Verstrickungen der großen Waffenfirmen/Schieber mit Regierungen Organisationen und Gehiemdiensten hätten nicht besser und passender in Szenen gesetzt werden können.

.: Fazit :.

Genial schockierender, aber wohl leider(!) real zu erwartender Film über den Aufstieg und die Machenschaften der bzw. eines Waffenhändlers. Ich hätte auch einen halben Punkt für die eine schlechte Szenen mit Yuris Frau abziehen können. Mache ich aber nicht Razz

10 / 10 "weltumschiffenden-Patronen"