Mittwoch, März 15, 2006

Filmtagebuch 2006: #3 Syriana

.: Inhalt .:
(by filmz.de)

Der altgediente CIA-Agent Bob Barnes (GEORGE CLOONEY) sieht nach einer langen und ehrenvollen Karriere seinem baldigen Ruhestand entgegen. Sein Sohn (MAX MINGHELLA) geht demnächst aufs College, und Bob hofft, den Rest seines Arbeitslebens gemütlich hinter einem Schreibtisch zu verbringen.

Als engagiertes Mitglied seines Teams glaubt Bob nach wie vor fest daran, dass er mit seiner Tätigkeit dem Staat dient und somit die Sicherheit seiner Heimat gewährleistet. Bei Bobs letztem Auftrag, der Ermordung zweier Waffenhändler in Teheran, gerät eine Stinger-Rakete in die Hände eines geheimnisvollen blauäugigen Ägypters.

Bei Bobs Rückkehr nach Washington verspricht man ihm eine Beförderung, wenn er einen letzten Undercover-Auftrag ausführt: Er soll Prinz Nasir ermorden. Doch dann lässt ihn einer seiner Gewährsleute vor Ort im Stich, und das Attentat erweist sich als schrecklicher Fehlschlag – Bob steht als Sündenbock am Pranger der CIA: Er wird von jener Organisation verraten, der er sein Leben gewidmet hat.

.: Kritik :.

WOW. Was für ein Film. Ich bin sprachlos. Mag auch daran liegen das ich weite Teile des Films nicht verstanden habe. Die wirren Erzählstränge und die Anspielungen, Seitenhiebe, Verstrickungen und Andeutungen machen den Film atemberaubend anspruchsvoll. Man könnte die Handlung in 4 Bereichen teilen: Geheimdienste (CIA etc.), Öl-Industrie, Politik und die Terroristen.

Die einzelnen Stränge werden zwar seperat erzählt aber sind aber untereinander in irgendeiner Art und Weise verknüpft und bedingen sich gegenseitig.
Zur Handlung kann man kaum was erzählen ohne den einen oder anderen Tip zu geben womit sich der geniegte Zuschauer nachher die Stimmung vermiesen würde. Ich könnte jetzt auch die ganze Zeit im [SPOILER] Tag schreiben, mache ich aber nicht. Ich sage nur soviel: Die Handlung ist spannend, verworren, realistisch, authentisch, brutal aber auch manchmal hoffentlich fiktiv.
Die Schauspielerrischen Leiszung sind durch die Bank gut. Auch unser ehemaliger Doktor aus ER bzw. Gangster aus Out of Sight George Clooney gefiel mir sehr gut. Einen Oscar hat er dafür ja bekommen. Sonst sind mir eigentlich nur noch Stilelementen. Der Regisseur der auch Traffic erschuf, hat hier auch wieder die "typischen" Elemente eingebracht.

.: Fazit :.


Ein, wie ich finde, sehr guter Film, der aber im Kino bzw. bei einmaliger Betrachtung zu verworren und zu kompliziert ist und den Zuschauer etwas zu sehr alleine läßt. Das schwierige Thema und die Kritik in dem Film kann ich nachvollziehen und unterstütze sie. Dadurch läßt mich dieser Film hoffen auf weitere kritische Filme aus "Holywood" wo amerikanische Flaggen und Hubschrauber mit Marines im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus, nicht das einzige ist was von drüber nach uns ins Kino schwabt.

8 / 10 Punkten