Donnerstag, Februar 02, 2006

Filmtagebuch 2006: #1 München

So ein Filmtagebuch habe ich eigetlich schon immer geführt, aber halt noch nicht blogtechnisch. Dann fangen wir mal an:

.: Inhalt :.
(von www.filmz.de)

Im September 1972 wurden 900 Millionen Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt Zeugen der Live-Übertragung eines noch nie da gewesenen Terroranschlags, der den Anfang einer neuen Ära unvorhersehbarer Gewaltausbrüche markierte.
Es war die zweite Woche der Olympischen Sommerspiele in München, die unter dem Motto “Die Olympischen Spiele des Friedens und der Freude” abgehalten wurden; glanzvolle sportliche Höchstleistungen des Schwimmers Mark Spitz und der Turnerin Olga Korbut begeisterten die Zuschauer.
Doch plötzlich und ohne Vorwarnung stürmte eine Gruppe palästinensischer Extremisten unter dem Namen Schwarzer September das Olympische Dorf, ermordete zwei Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft und hielt neun weitere als Geiseln gefangen.

.: Kritik :.

Ich habe mir den Film im doch sehr ruhigem und leerem Kino angesehen und muss sagen das ich zweigeteilter Meinung bin. Warum und wieso möchte ich erläutern:

Der Film ansich hat sehr starke Momente und überzeugt (eigentlich) auf der ganzen Linie. Er ist emotionsvoll, spannend, überraschend, schokierend und bestürzend und abstoßend zugleich. Er kreiert eine Welt der Fazination für Rache und der Glaubwürdigkeit das damit das richtige getan wird, aber nur soweit wie es seien muss. Die Zweifel und die Befürchtungen der Charakteren sind grandios gut umgesetzt. Werden wir nur ausgenutzt und erledigen die Drecksarbeit für den Mossad. Wer ist mein Auftraggeber? Ist mein Chef die Blechbox in der Züricher-Bank? Oder ist es meine Aufgabe mein Land Israel zu verteidigen, zu beschützen oder gar aktiv an der Vernichtung dessen Gegner teilzunehmen? Sind wir alleine? Warum ist die Gruppe mit averrage-people besetzt? ... etc.?

Zu den Schauspielern kann man nicht viel sagen außer: hervorragend. Ich habe jedem seine Rolle abgekauft. Keiner wirkte deplaziert oder gar falsch besetzt. Lediglich eine oder zwei Stellen waren für mich schlecht gespielt oder aus der Situation heraus unagemessen. Was besonders auffiel war der fullscreen-effekt der Bilder sprich keine Balken oben und unten (wie heißt das richtig?) Daher wirkte es noch echter. Wie ich hörte würde auf speziellem Filmrollen und Equipment gedreht. Nun denn. Die Musik war gut, bis weilen sehr gut. Es verstärkte die Spannund die Ängste und die Trauer ungemein. John Williams, Genius, Meastro natürlich extraklasse.

.: Fazit :.

Der Film sollte am besten in Ruhe und mit Bedacht angeschaut werden. Meiner Meinung kann sich der Film aber leider nicht ganz entscheiden, ob er nun ein Rache Film oder ein Tragik Film über die Ängste und Zweifel der Ausführenden ist. Oder leigt daran der Reiz dieses Filmes? Dennoch ist er auf jeden Fall sehenswert. Und ob nun das eine oder andere geschichtliche Extra oder Fehlinformation benutzt oder weggelassen worden ist, einem so wichtig erscheint dadurch den ganzen Film nicht sehen zu wollen, muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich wählte den Film und wurde nicht enttäuscht.

8 /10 Pkt.